Der Krabbenfang ist durch das Wechselspiel von Ebbe und Flut geprägt, da es vielerorts nur möglich ist, den Fang bei Flut im Hafen anzulanden. Die Fischerei auf Krabben wird heutzutage ausschließlich mit Baumkurren betrieben. Dabei schleppt ein Krabbenkutter stets zwei Baumkurren. Die Kurre besteht aus einem sackförmigen Netz und dem eigentlichen Kurrbaum, der die vordere Netzöffnung während des Schleppens geöffnet hält. An den seitlichen Enden des Kurrbaumes befindet sich je eine Kufe, auf der das Netz über den Grund gleitet. Nach dem Fang der Nordseekrabben werden diese an Bord der Krabbenkutter zunächst vom Beifang, Sand und Schlick befreit, danach gekocht und bis zur Anlandung in den Häfen gut gekühlt. An Land werden die Nordseekrabben ihrer Größe nach sortiert, indem sie über ein Förderband auf ein vibrierendes Sieb gelangen. Durch die vibrierenden Bewegungen des Siebes werden die Nordseekrabben sortiert, sie fallen je nach Größe durch das Sieb in einen entsprechenden Vorratstrichter. Es gibt zwei handelsübliche Größen, sogenannte A- und B-Krabben, kleinere Krabben werden verworfen. Während die Nordseekrabben auf das Sieb gelangen, wird ein Konservierungsstoffgemisch, aus den Komponenten Kochsalz, Benzoesäure und Zitronensäure von oben auf die Krabben aufgetragen. Nach der Siebung werden die größensortierten Nordseekrabben in Transportkisten gegeben, diese werden wiederum zu Transportchargen zusammengestellt. Bis die Nordseekrabben der Entschälung zugeführt werden können, werden diese in Kühlräumen zwischengelagert. |
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